"Warum tut denn keiner was? Irgendwann stirbt jede Art - sind nun wir dran? Wir sind zu viele. Wir verpesten, vermüllen, verschandeln, wir vergeuden. Nachhaltigkeit lügen wir uns vor, das Auto bleibt unser Götze, Wachstum bleibt unser Fetisch." Haben wir noch eine Chance? Oder ist für das Leben unserer Enkel schon alles zu spät? Die Frage nach dem Schicksal und der Menschheit hat Wolf Schneider nie losgelassen. Schon 1966 hat er in der Süddeutschen Zeitung das Ende des Verbrennungsmotors gefordert. In dieser Streitschrift warnt er mit all seiner Erfahrung aus einem langen Leben die Nachgeboren mit einem persönlichen ökologischen Manifest.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.08.2019
Rezensentin Theresa Magdalena Hein muss sich bisweilen die Ohren zuhalten, wenn ihr der inzwischen 94 Jahre alte Journalist Wolf Schneider in diesem schmalen Buch entgegenbrüllt, was sie tun und lassen soll. Dass sich Schneider gegen Massentourismus, Wasserverschwendung, Konsum et cetera einsetzt, erkennt die Kritikerin durchaus an - die Message hätte sie allerdings auch begriffen, wenn der Autor die seiner Meinung nach wichtigsten Passagen nicht auch noch kursiviert hätte. Schwerer wiegt für Hein allerdings, dass Schneider maßlos übertreibt, wenn er von einem "Ansturm auf Europa" oder der Aussicht auf eine Milliarde Nigerianer im Jahr 2100 schreibt beziehungsweise der Weltgesundheitsorganisation einen "Feldzug" vorwirft.
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