Allerorten werden die innovativen Kräfte in Wirtschaft, Technik, Politik und Gesellschaft beschworen - es herrscht eine regelrechte lnnovationsinflation. Wolf Lotter fordert in seinem Essay einen Kulturwandel: weg von den Routinen der Erneuerung, hin zu einem barrierefreien Denken.
Innovation bedeutet für Lotter die Bereitschaft zu beständiger Infragestellung und zum Experiment, das heißt, die Forderung nach Interdisziplinarität und Kreativität ernst zu nehmen. Und es heißt auch, den Mut zu Irrtum und Irrweg zu haben und das Feld der Innovation nicht nur den Jungen zu überlassen. "Innovatoren sind Unternehmer", schreibt Lotter. "Ihre Arbeit braucht Begeisterung, Ausdauer, Nüchternheit, Know-how, Leidenschaft, Pragmatismus, von allem reichlich."
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.11.2018
Rezensent Lukas Sustala erfährt von Wolf Lotter, wer und was in Deutschland Innovation ausbremst. Der Gründer des Magazins "Brand Eins" erklärt Sustala die Zusammenhänge von Bürokratie und Technologieskepsis und empfiehlt statt Querdenkertum eine bessere Innovationskultur der Innovatoren aus Erfahrung und Experiment, statt bekannter Helden. Dass selbst denkende Menschen die Voraussetzung sind für Innovation und nicht Routine und Disziplin wie bisher gedacht, weiß Lotter dem Rezensenten zu vermitteln.
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