Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.05.2000
Markus Hofmann beschreibt kurz den wahren Hintergrund dieses "dokumentarischen Romans": 1954 hatte Samek Witos den Schwarzhändler Janek Klaymann in Zürich auf offener Straße erschossen. Klaymann hatte Freunde Witos` an die Russen verraten, woraufhin diese nach Sibirien deportiert worden waren. Opfer und Täter waren Juden. Der Roman zeichnet ein Bild der jüdischen Gemeinde der Nachkriegszeit, bestätigt Hofmann, gefallen hat er ihm aber nicht. Zu "hölzern" seien die Figuren. Am Ende laufe die Geschichte auf eine schlichte "Nacherzählung des Falles Witos" hinaus, die der Autor besser als historische Reportage erzählt hätte. So wurde nach Hofmanns Ansicht nur ein "äußerst interessanter Stoff vertan".
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