Deutschland freut sich über den neuen Jahrtausendsommer. Dauersonnenschein sorgt für volle Freibäder. Einzig Hydrologe Julius Denner und IT-Spezialistin Elsa Forsberg warnen davor, dass die Hitze sich kurzfristig verschärfen wird. Niemand nimmt sie ernst, bis die ersten Flüsse austrocknen, Waldbrände außer Kontrolle geraten und Atomkraftwerke vom Netz gehen müssen. In Berlin und Brüssel folgt Krisengipfel auf Krisengipfel. Überall in Europa machen sich Wasserflüchtlinge auf die Suche nach der wichtigsten Ressource der Welt. Während um sie herum die Zivilisation zusammenzubrechen droht, versuchen Julius und Elsa verzweifelt, die Katastrophe aufzuhalten - und geraten damit ins Fadenkreuz von Mächten, die ihre ganz eigenen Interessen verfolgen …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.07.2020
Die Idee ist gut, die recherchierten Details bemerkenswert, doch Wolf Harlanders Klima-Krimi-Dystopie scheitert leider an der Form, befindet Rezensent Kai Spanke. Tatsächlich werde einem beim Lesen mulmig zumute - zunächst wegen der geschickt eingeflochtenen, extrem beunruhigenden Fakten zur Klimaerwärmung, und dann wegen der klischierten Figuren, ihren unsinnigen Äußerungen, zusammenhanglosen Paratexten und vor allem: dem Erzähler, den Harlander seine Aufgabe wahnsinnig ernst nehmen lässt - zeigen, geschweige denn andeuten reicht nicht, nein, alles muss auserzählt werden. Vielleicht taugt das Ganze noch als Film-Vorlage, überlegt Spanke. Dann bräuchte man wenigstens den leidigen Erzähler nicht mehr und vielleicht könnte sich sogar so etwas wie Spannung entfalten. Die bleibt im Buch nämlich leider aus. Schade um die gute Idee und die aufwendige Recherche, bedauert der enttäuschte Rezensent.
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