William Nicholson

Die Gesellschaft der Anderen

Roman
Cover: Die Gesellschaft der Anderen
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783821809571
Gebunden, 258 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Um sich dem Druck und den Erwartungen seiner Familie und dem wachsenden Unverständnis über seine mangelnden Ambitionen zu entziehen, lässt ein namenloser junger Mann über Nacht sein bisheriges Leben hinter sich. Per Anhalter begibt er sich auf eine Reise ohne Ziel. Ein Lastwagen nimmt ihn mit gen Osten, und als sie den Checkpoint eines totalitären Landes überqueren, passiert es: Sicherheitskräfte mit Maschinenpistolen eröffnen das Feuer, als der Fahrer bei einer Kontrolle die Grenze durchbrechen will. Wie durch ein Wunder kommt der junge Mann mit dem Leben davon - in den Händen das verbotene Buch eines untergetauchten Dissidenten. Fasziniert von der Wahrhaftigkeit und der moralischen Kraft der Gedanken schließt er sich einer Gruppe von Widerstandskämpfern an, die ihn zu dem großen Philosophen führen soll. Doch je näher er sich an der Wahrheit glaubt, desto weniger kann er unterscheiden, wer Opfer und wer Täter ist ...

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.07.2006

Einen veritablen "Horrortrip" hat Rezensent Jörg Magenau mit dem jugendlichen Helden in Wiiliam Nicholsons "Die Gesellschaft der Anderen" erlebt. Was als braver Adoleszenzroman in bravem britischen Mittelstandsmilieu beginne, heißt es beim Rezensenten, mutiere rasch zur Reise ins Unbewusste, bei der der Held nicht mehr sicher sei, ob er nicht schon selbst zum Mörder geworden ist. Mit dem Finale gelinge es William Nicholson dann sogar, die Spannung nochmals zu steigern und eine weitere Handlungsebene und Lebensphase in den Romanaufbau einzuziehen. William Nicholson habe aber nicht nur einen mitreißenden Roman geschrieben, lobt der Rezensent, sondern darüber hinaus auch einen "philosophischen".

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