Willem Heuves

Pubertät

Entwicklungen und Probleme. Hilfen für Erwachsene
Cover: Pubertät
Brandes und Apsel Verlag, Frankfurt am Main 2010
ISBN 9783860996348
Kartoniert, 146 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Die Pubertät als Entwicklungsphase trifft auf relativ wenig Verständnis, besonders die Elf- bis Fünfzehnjährigen haben es schwer bei den Erwachsenen. Genauso umgekehrt: Viele Jugendliche sind verschlossen und erzählen wenig von dem, was sie begeistert und berührt, und wenn sie es doch tun, dann am wenigsten den Eltern. Heuves zeigt die turbulenten Entwicklungen dieser Altersgruppe auf und vermittelt Erwachsenen, wie sie zusammen mit ihren heranwachsenden Kindern diesen Prozess bewältigen können.
Für die Eltern ist die Pubertät ihrer Kinder ein einschneidender Lebensabschnitt, in dem eine Menge erzieherischer Aufgaben ein Ende nehmen. Die meisten Eltern verstehen, dass ihre Kinder groß und selbständig werden. Und sie freuen sich darauf. Selbständigkeit tritt nicht an dem Tag ein, am dem das Kind volljährig wird, sondern ist ein Prozess, der hoffentlich schon früher begonnen hat. Auch wenn die Kinder noch klein sind, ist es wichtig, dass sie in der Familie Verantwortung und Aufgaben übernehmen, die zu ihrer Entwicklung passen. Darüber gibt es gewöhnlich keinen Streit. In der Pubertät machen Eltern einen neuen Schritt, indem sie ihrem Kind mehr Verantwortung und Freiheiten geben, was aber häufig mit Konflikten verbunden ist. Der Jugendliche und seine Eltern sind sich oft uneinig, wie viel Verantwortung und Freiheit ihm zugebilligt werden kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2010

Obgleich das Buch ohne Ratschläge auskommt, wie Uta Rasche uns mitteilt, wirkt es beruhigend. Willem Heuves schafft das, indem er erläutert, was im pubertierenden Kind vorgeht und wie gering eigentlich die Gefahr ist, dass es dabei zu schwerwiegenden Problemen kommt. Gut gefällt Rasche Heuves analytischen Ansatz, der es erlaubt, die sexuelle Entwicklung der Kinder beziehungsweise  Jugendlichen bei seinen Ausführungen zu berücksichtigen. Mit Heuves Aufruf zum Grenzensetzen (als Zeichen von Liebe und Interesse der Eltern am Kind), den Rasche referiert, erhalten Eltern dann allerdings doch noch einen brauchbaren Rat vom Autor.
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