Vier Jahre lang war es für eine Schulklasse in Bremen selbstverständlich, mit ihren behinderten Mitschülern gemeinsam unterrichtet zu werden. Da Schüler, Eltern und Lehrer mit diesem Projekt mehr als zufrieden waren, wünschten sie sich eine Fortsetzung. Doch für den nötigen Ausbau des Schulgebäudes fehlte das Geld. Der Bremer Senat befürwortete das Projekt - doch plötzlich wurden alle Versprechen wieder rückgängig gemacht. Das ließen sich die Schüler nicht gefallen! Mit einem starken Tier an ihrer Seite, dem "Nashorn", ihrer Klassenzeitung, kämpften sie gegen das Bildungssystem und mit ihnen 280 bedeutende Stimmen der deutschen Öffentlichkeit, die gedichtet, gezeichnet und mitgekämpft haben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.05.2001
Das ist echte Selbsthilfe, staunt da Rezensent "ck" über ein Buch, entstanden aus der Not und dem Protest einer integrierten Klasse behinderter und nicht behinderter Schüler angesichts der Entscheidung der Verantwortlichen, die Lerngemeinschaft aufzulösen. Für den Leser und Bildergucker aber, meint "ck" sei das Buch vor allem "ein Spaß". Was 280 um Unterstützung gebetene Künstler wie James Krüss, Christa Wolf oder Georg Baselitz an Karikaturen, Versen und Geschichten rund ums Nashorn beigesteuert haben, findet er "lustig, frech, liebevoll, verrückt, schlau, böse, dämlich, albern und poetisch" oder schlicht "überwältigend". Und, freut sich der Rezensent, das Ganze war ein Erfolg: "Die Klasse bleibt zusammen."
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