Werner Mäder

Zweiheit statt Einheit.

Versorgungsüberleitung Ost.
Cover: Zweiheit statt Einheit.
Duncker und Humblot Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783428145348
Kartoniert, 242 Seiten, 74,90 EUR

Klappentext

Versäumnisse in der Vereinigungspolitik und ungelöste Konflikte in der gesellschaftlichen Entwicklung haben politische und juristische Narben bei Bürgern aus den neuen Ländern hinterlassen. Viele der dem Staats- und Einigungsvertrag folgenden Versprechungen über die Entwicklung und die Potenziale von Gesamtdeutschland wurden nicht eingelöst und blieben offen. Die Versorgungsüberleitung Ost ist beispielsweise bis heute nicht bewältigt. Bundesregierung und Bundestag haben - entgegen den Staatsverträgen - die Zusatz- und Gesamt-/Sonderversorgungsrenten nicht angepasst, sondern lediglich in die geringere Grundrente aus der westdeutschen Rentenversicherung übertragen, die vielen nur die Mindestrente oberhalb des Existenzminimums zusichert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.09.2015

Christian Hillgruber empört sich über Werner Mäders Sicht der Dinge. Mäders Kritik an der Überleitung von Renten aus Zusatz- und Sonderversorgungssystemen der DDR in die gesetzliche Rentenversicherung der Bundesrepublik Deutschland als an einem rechtswidrigen Akt von Siegermentalität findet er polemisch und befremdlich. Die vom Autor konstatierte Feindseligkeit der westdeutschen politischen Klasse gegenüber den DDR-Eliten verbucht der Rezensent unter Verschwörungstheorie. Dass der Autor die Verantwortung der Führungskader für das diktatorische Regime der DDR ausblendet, scheint ihm unerhört. Für Hillgruber sind sie zu moralischen wie rechtlichen Ansprüchen ebenso wenig berechtigt wie Angehörige der Gestapo.

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