Waltraud Bayer

Gerettete Kultur

Private Kunstsammler in der Sowjetunion, 1917-1991
Cover: Gerettete Kultur
Turia und Kant Verlag, Wien 2006
ISBN 9783851324631
Kartoniert, 413 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Habil.-Schrift. Private Kunstsammler und -sammlerinnen stellten eine zentrale Subkultur in der vormaligen Sowjetunion dar. Die Studie - international die erste Gesamtdarstellung - zeichnet ein umfassendes Bild der lange diskreditierten Sammlergemeinde: Von den Verstaatlichungsaktionen nach der Revolution und der Wiederbelebung des inner-sowjetischen Kunstmarkts der zwanziger Jahre spannt sich der Bogen zu den Beutekunst-Transporten infolge des Zweiten Weltkriegs. Den Schlusspunkt bildet die mit der Perestrojka einsetzende Rehabilitierung dieser Gruppe.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2007

"Umfassend" ist das stärkste Lobeswort das Kerstin Holm für diese Studie über private Kunstsammler in der Sowjetunion von 1917-1991 findet. Zwar nennt sie die Autorin Waltraud Bayer "hoch verdient" um die Geschichte des Kunstsammelns in Russland, staunt über die sorgfältige Gliederung und den übersichtlichen Anhang dieses "Standardwerkes", entdeckt aber auch Mängel. Die wichtige Kollektion Viktor Baldins etwa findet sie bei Bayer nur beiläufig erwähnt. Bayers Freude über das Überwiegen nonkonformistischer Kunst im Moskauer Museum für Privatsammlungen kann sie nicht teilen: Kitschkünstler wie Schilow hätten schließlich ihre eigenen Museen. Und die "Soziologensprache" der Autorin findet sie "pergamenten".
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