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Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.10.2004
Walter Kempowski auf Prominenten-Jagd. Seit Jahrzehnten hält der Schriftsteller, wie es scheint, Kollegen sein Poesie-Album unter die Nase, auf dass sie nicht nur ihr Autogramm und einen "zündenden Spruch" hineinschreiben, sondern auch noch ein "gezeichnetes Selbstporträt" hinzufügen. Den ersten Band, der die Jagden der Jahre 1981-86 umfasst, hat Kempowski jetzt veröffentlicht. Zu bewundern ist manch Dokument zeichnerischen Unvermögens, stellt der Rezensent Burkhard Müller fest, eigentlich interessant findet er aber die teils bösartigen Kommentare Kempowskis. Sie sind "knapp, banal, witzig", an Uta Danella bemerkt der Autor "das Gesottene ihres Körpers", Erich Frieds Gedichte findet er durchweg "unerträglich". Der Rezensent hat sich offenbar amüsiert, findet den Preis des kleinen Buches allerdings "recht happig".
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