Mit sicherem Blick für das Wesentliche und didaktischem Geschick zeichnet Volker Steenblock die Entwicklung des Denkens nach - von der Antike (Griechenland, Indien, China) bis in unsere Zeit. Der Band stellt alle großen Autoren und deren Gesamtwerk vor, einflussreiche Einzelwerke werden ausführlich erläutert. Breiten Raum nimmt nicht zuletzt die Philosophie des 20. Jahrhunderts mit der Vielfalt ihrer Strömungen ein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2002
Ein Verriss, der zunächst als Reflexion über das Wesen von Unterricht und Lernen (und als Verteidigung des Frontalunterrichts) daherkommt. Der Schluss aus der kulturkonservativ getönten Exposition: der Kanon ist wichtig, ein Wissens-Gerüst ebenso und daher auch autoritative Einführungen. Nicht aber - damit kommt Gustav Falke zum besprochenen Buch -, so wie es hier geschieht. Hier hat ein Professor (es scheint sich, wenn wir diese etwas mäandernde Kritik richtig verstehen, um den Philosophiedidaktiker Ekkehard Martens zu handeln) den Auftrag an einen Schüler weitergegeben, dem es justament an dem fehlt, was ein einführendes Werk braucht: am Überblick, an der Fähigkeit zur Gewichtung und also zur Weglassung. Folglich ist vieles hier, so Falke, überflüssig, während Wesentliches fehlt. Geschrieben ist das ganze dann im Geiste des Selberdenken vor Wissen setzenden Philosophiedidaktikers Martens - und gegen den polemisiert der Rezensent noch einmal gesondert. Das Buch geht Falke ganz und gar gegen den Strich, kein Zweifel.
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