Seinen neuen Fall erbt Gereon Rath von einem ungeliebten Vorgesetzten, von Wilhelm Böhm, der sich unter dem neuen Nazi-Polizeipräsidenten ins politische Abseits manövriert hat: Ein Obdachloser ist erstochen am Nollendorfplatz gefunden worden. Dessen Vorgeschichte führt weit zurück in den Krieg, in den März 1917, als deutsche Soldaten während der "Operation Alberich" in Nordfrankreich verbrannte Erde hinterließen. Ungesühnte Morde, unterschlagene Goldbarren und eine perfide Sprengfalle, in die ein deutscher Hauptmann gerät, münden sechzehn Jahre später in eine Mordserie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2014
Wie einen alten Bekannten begrüßt Peter Körte den Helden aus den Krimis von Volker Kutscher. So auch diesmal, wenn Kutscher seinen Berliner Kommissar Gereon Rath mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten 1932 konfrontiert. Das Klima der Weimarer Republik vermag der Autor dem Rezensenten wie schon in den Vorgängerromanen mit der Sachkenntnis des Historikers und der dramaturgischen Kompetenz und der stringenten Figurenregie des erfahrenen Erzählers zu vermitteln. Was den Plot betrifft, möchte Körte nicht zu viel verraten, nur, dass Kutscher komplex, aber nicht kompliziert vorgeht, und dass sein Kommissar sicher kein Nazi wird.
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