Lenz Koppelstätter

Der Tote am Gletscher

Ein Fall für Commissario Grauner
Cover: Der Tote am Gletscher
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2015
ISBN 9783462047288
Paperback, 320 Seiten, 9,99 EUR

Klappentext

Nachts auf dem Gletscher, da gehört der Mensch nicht hin. Da sind nur die Geister der Toten und der Sturm und der Schnee. Trotzdem entdeckt Skipisten-Toni im Dezember hoch oben ein seltsames Licht - und wenig später die Leiche eines Einsiedlers. Mit einer Pfeilspitze in der Schulter. Fast am selben Ort, an dem viele Jahre zuvor Ötzi, die weltberühmte Steinzeitmumie, gefunden wurde, die mittlerweile im Bozener Museum liegt. Ebenfalls von einer Pfeilspitze durchbohrt. Commissario Grauner, der an manchen Tagen lieber nur "Viechbauer" wäre, macht sich im tief verschneiten Schnalstal an die Ermittlungen. Unterstützt wird er von Saltapepe, seinem jungen Ispettore aus Neapel, der noch immer nicht versteht, was die Einheimischen an den Bergen finden. Zwischen Dorfintrigen, wortkargen Bewohnern, glühweinseligen Touristen, den kriminellen Machenschaften eines Skiliftunternehmers und kuriosen Ötzi-Spuren entwickelt sich ein Fall, der weit in die Vergangenheit führt und die Ermittler vor immer neue Rätsel stellt.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 12.08.2015

Wieder ist eine Lücke gefüllt im "Europa der Kriminalliteraturregionen", freut sich Elmar Krekeler, der Lenz Koppelstätter den Freunden Südtirols empfiehlt. Ortsübliche Eigenbrötler, abgelegene Seitentäler, landeskundliche Informationen, alles ist drin. Von der Geschichte selbst verrät der Rezensent nur, dass der Satller Peppi - ganz wie einst der beliebte Ötzi - tot auf dem Gletscher gefunden wird, von einem Pfeil getroffen. Geschickt geplottet, ohne allzu große Anforderungen zu stellen, findet Krekeler die Geschichte, die in seinen Augen eher einem Forstweg als einem Klettersteig ähnelt.