Sommer 1943: Hitler muss weg! Das steht für Fritz Kolbe fest. Als Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes hat er Zugang zu streng geheimen Dokumenten, die er aus der Behörde schmuggelt. Eine Kurierfahrt in die Schweiz ermöglicht ihm die Kontaktaufnahme zu den Amerikanern. Kolbe beginnt ein lebensgefährliches Doppelleben. Er übergibt den Amerikanern hochbrisantes Material, darunter der genaue Lageplan der Wolfsschanze, Hitlers Hauptquartier, sowie wichtige Hinweise auf Spione und einen deutschen Geheimsender in Irland. Die Alliierten nutzen seine Informationen, aber Hitler bleibt an der Macht und der sinnlose Krieg geht weiter. Kolbe zweifelt mehr und mehr an seiner Mission, er will aufgeben, doch Marlene, die Frau, die ihm alles bedeutet, ermutigt ihn zum Weitermachen. Bis es zu einem folgenschweren Unfall kommt …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.10.2015
Rezensentin Sylvia Staude ist sehr beeindruckt von der schlichten Anständigkeit des Diplomaten Fritz Kolbe, der im Zweiten Weltkrieg die Alliierten mit Informationen versorgte, damit das nationalsozialistische Deutschland bloß nicht den Krieg gewänne. Deswegen findet sie auch verdienstvoll, dass Andreas Kollender diesem Mann einen Krimi widmet, der sich explizit auf Lucas Delattres Biografie bezieht. Die leidenschaftliche Liebe, die der Autor seinem Helden andichtet, grenzt in ihren Augen zwar scharf an Kitsch, doch die klaustrophobische Atmosphäre im Auswärtigen Amt und die beständige Furcht findet sie gut eingefangen.
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