Die vertrauten Feinde.
An einem heißen Julitag mitten in den Sommerferien verschwinden zwei Kinder beim Spielen im Wald. Kurz darauf stirbt ein Mann in den Flammen seines verwahrlosten Hundehofs. Im Keller: Spuren der Vermissten. Der sonst so forsche Potsdamer Hauptkommissar Sigi Kamm steht vor einem Rätsel: Warum schweigen die beiden Mütter der verschwundenen Kinder? Er zieht die Psychologin Alicia Behrens zu Rate, die für ihre unkonventionellen Behandlungsmethoden bekannt ist. Schon bald fliegen zwischen ihnen die Fetzen und die Funken. Und je näher sie der Lösung des Falles kommen, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld, zwischen Freunden und Feinden, Wahrheit und Lüge.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2018
Ursula Scheer weiß eigentlich nicht recht, was sie von diesem Roman halten soll, mit dem die Drehbuchautorin Dina Marte Golch ihre Reihe um den Hauptkommissar Sigi Kamm und die Psychologin Alicia Behrens fortsetzt. Zwei Kinder sind verschwunden, eines von ihnen ist tot, und die Mutter hat einen Verdächtigen umgebracht, mit dem Korkenzieher eines Schweizer Taschenmessers. In Scheers Besprechung liest sich das alles etwas unernst, aber schwer zu sagen, ob das auf die Autorin oder die Kritikerin zurückgeht. Sprachlich allerdings kann die Rezensentin dem Krimi rein gar nichts abgewinnen. Der Psychologenjargon nervt sie genauso wie die dürftige Prosa.
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