Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.09.2003
Voller Anerkennung nennt der mit "A. Kl." zeichnende Rezensent diesen "autobiografisch eingefärbten" Roman einen "schwedischen Frauenklassiker". Denn wie Victoria Benedictsson selbst heiratet auch ihre Protagonistin einen älteren - und ungeliebten - Mann, um dem Elternhaus zu entfliehen, und erfährt, dass unter solchen Umständen vollzogener "ehelicher Geschlechtsverkehr nicht besser ist als Prostitution und Vergewaltigung". Mit ihrem "energischen Plädoyer für die Scheidung" folgte Benedictsson im Jahr 1885 Henrik Ibsens kurz zuvor erschienenes Stück "Ein Puppenheim". Gut, so der Rezensent, dass nun erstmals eine "ungekürzte" deutsche Fassung erschienen ist, denn der damalige, zeitgenössische Übersetzer habe sich sogar erdreistet, dem Roman, "entgegen der Vorlage", ein "glückliches Ende" zu geben.
Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Szczepan Twardoch: Sehnsucht Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Erwin Piontek, Bergmann im Ruhestand, geht seinen Lebenstraum - eine Weltumseglung - bescheiden an: im Boot auf einem Stausee. Doch während… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…