Knud Hjortö

Staub und Sterne

Roman
Cover: Staub und Sterne
Lilienfeld Verlag, Düsseldorf 2007
ISBN 9783940357014
Gebunden, 240 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Aus dem Dänischen von Hermann Kiy. Der Student Ivar Holt ist jung, talentiert und kompromisslos. Sein erstes Romanmanuskript weckt das Interesse eines renommierten Autors und eine glänzende Zukunft im Literaturbetrieb könnte sich ihm eröffnen. In Liebesdingen ist er fortwährend unentschieden, aber auch diese Unentschiedenheit ist nicht nur von Schüchternheit, sondern auch von seinen Idealen bestimmt. Je mehr sich jedoch herausstellt, dass Ivar Holt tatsächlich kompromisslos sein will, desto mehr beginnt sein Weg eine ganz andere Richtung zu nehmen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.09.2008

Erfreut zeigt sich Rezensent Nico Bleutge über diesen Roman Knud Hjortös (1869-1931). Er rechnet es dem Verlag hoch an, diesen heute fast vergessenen dänischen Schriftsteller wieder bekannt zu machen. Hjortö scheint ihm ein "Vivisecteur der menschlichen Seele", der ihn an Autoren wie Schnitzler, Hofmannsthal, Altenberg und Musil erinnert. Zwar wirkt vorliegendes Werk um den lebensfernen Ivan Holt ein wenig "unentschlossen" auf ihn. So changiere das Buch zwischen "Fallstudie und eigenständigem Porträt", zwischen "Geschichtsbild und zeitloser Beschreibung eines Typus". Aber dafür fühlt er sich entschädigt durch die Ironie des Autors.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2008

Erfreut zeigt sich Peter Urban-Halle von dieser Ausgabe von Knud Hjortös lange vergessenem Roman "Staub und Sterne" von 1904, den er als echte Entdeckung würdigt. Das Werk ist in seinen Augen in erster Linie ein Roman der Reflexionen und Ideen, Handlung - es geht um zwei Männer, einen jungen, introvertierten, eher erfolglosen Autor und einen berühmten Kritiker, die sich verabscheuen und doch nicht voneinander loskommen - gibt es kaum. Neben anschaulichen, in "prallen Farben" gehaltenen Beschreibungen der lebendigen Welt einerseits findet Urban-Halle sachliche Schilderungen des Seelenlebens des depressiv gestimmten Schriftstellers, so dass er das Buch einen "merkwürdigen stilistischen Mischling" nennt. Die Lektüre scheint ihm nicht unbedingt leichte Kost. Dafür wird man in seinen Augen entschädigt mit einem Roman voll "nie gelesener Bilder". Lobend äußert er sich auch über die Übersetzung von Herman Kiy, die, obwohl schon hundert Jahre alt, sprachlich an "Schärfe, Empfindsamkeit und Reichhaltigkeit" nichts verloren hat.
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