Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki. Weil es zu wenig Liebe gibt, wird sie überbewertet, stellt ein junges Mädchen fest, deren Eltern sich ein Leben lang harmonisch betrügen. Erst als die Nachricht des Todes von Mutters Liebhaber eintrifft, bricht die Lebenslüge zusammen. In einer anderen Geschichte gibt eine Klosterschwester ihre Liebe zu Jesus auf, um die Mutter eines verlassenen Kindes zu werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.10.2017
Rezensentin Maike Albath schätzt Valeria Parrellas Kunst, "stilistischen Minimalismus" mit neapolitanischem Pomp zu verbinden. Vielleicht nicht in der Meisterschaft eines Goffredo Parise, aber doch in der Tradition von Alice Munro, Raymond Carver oder David Foster Wallace erscheinen der Kritikerin diese acht Erzählungen der italienischen Autorin. Wenn ihr Parrella "originell", spannungs- und pointenreich von einer Äbtissin erzählt, die das Kind einer Prostituierten zu sich nimmt und ihr Habit ablegt, oder schildert, wie ein junges Mädchen die Lebenslügen seiner Eltern längst durchschaut hat, bewundert Albath einmal mehr das Vermögen der Autorin, komplexe menschliche Beziehungen zu durchleuchten. Nicht zuletzt staunt die Rezensentin, wie pathosfrei Parrella von der Liebe der Eltern zu ihren Kindern erzählt.
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