Domenico Rea

Neapel zwischen Nacht und Morgengrauen

Cover: Neapel zwischen Nacht und Morgengrauen
Carl Hanser Verlag, München 2011
ISBN 9783446236417
Gebunden, 141 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Anna Leube und Victoria Leube-Dasch. Drei schon etwas ältere Herren, einer ein Philosophielehrer, ein anderer ein verarmter Adliger und Dandy, der dritte das Alter ego des Autors, nehmen uns mit auf nächtliche Streifzüge durch Neapel, Italien. Manchmal bissig, manchmal wehmütig kommentieren sie gleichsam als Stadtführer, was sie auf ihrer Reise sehen und was ihnen zustößt. Liebespaare tapezieren ihre Autos mit Zeitungspapier. Ein Müllmann erläutert, wie sich vom Inhalt der Müllsäcke auf deren Verursacher schließen lässt. Und über das Essen erfahren wir: Bei Donna Rufina und ihrer Entourage aus Transvestiten, abgetakelten Sängerinnen und leidlich normalen Zeitgenossen bekommt man noch bodenständige Gerichte ohne Firlefanz.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.04.2011

Etwas alltäglich erscheinen die Erzählungen Domenico Reas dem Rezensenten. Dieter Richter führt das auf ihre Uneinheitlichkeit und Skizzenhaftigkeit und die wiederum auf ihre ursprüngliche Bestimmung als Zeitungstexte zurück. Erst wenn Rea in Schwung kommt und wirklich zu erzählen beginnt, reicht er laut Richter zeitweise an gleichfalls aus Neapel stammende, Neapel thematisierende Autoren wie Erri De Luca heran. Gegen die etwas abgenutzte Themenpalette des Großstadtflaneurs, die Rea hier noch einmal auspackt, hat Richter nichts, sofern der Autor mehr aus ihr herausholt, als ausufernde Raisonnements über das alte, versunkene Neapel.
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