"Der grüne Heinrich", "Die Leute von Seldwyla" oder "Kleider machen Leute" - mit seinen Romanen und Novellen gehört Gottfried Keller zu den wichtigsten Autoren des Realismus. Doch nicht nur als Erzähler, auch als Maler, Dichter, Publizist und Kunstkritiker trat er hervor; das zeigen die biografischen Schauplätze Zürich, München und Berlin. Interpretationen positionieren sein Werk im kulturellen und politischen Kontext des 19. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.12.2016
Für Beatrice Eichmann-Leutenegger geht von dem von Ursula Amrein herausgegebenen Handbuch ein unwiderstehlicher Reiz aus: Keller zu lesen! Um etwa dessen Rolle zwischen Moderne und Heimatdichtung besser einschätzen zu können, wie die Rezensentin nahelegt. Oder seine reiche Wirkungsgeschichte zu erkennen. Das Handbuch scheint ihr dafür die nötige Orientierung bereitzuhalten. Gewichtig zwar, doch nicht erschlagend findet sie es, das gegenwärtige Wissen zu Keller in kompakter Form enthaltend und mit Referenzcharakter. Die Verortung von Leben und Werk im historischen, kulturellen und religiös-politischen Kontext sowie die Nachzeichnung von Kellers Wirkung bis heute durch namhafte Spezialisten geschieht für die Rezensentin in diesem Band vorbildlich.
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