In einer Kurzbesprechung weist Dorion Weickmann auf die Verdienste dieses Bandes hin: Erinnerung, so lege die Autorin dar, sei nicht objektiv. Es komme bei Interviews mit Zeitzeugen darauf an, "ausgefeilte Methoden" zu entwickeln, um die "unterschwelligen Botschaften" zu entschlüsseln, die sich in den Berichten der Zeugen finden. Anders als es Steven Spielberg mit seinem großen Interviewprojekt zum Holocaust nahelege, zeige Jureit, dass Zeugenaussagen "keinen unmittelbaren Zugang zur sozialen Wirklichkeit" verschafften. Weickmann beklagt, dass die "oral history" solche Reflexionen zu Befragungstechniken bisher zu wenig beachtet.
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