Ulrike Almut Sandig

ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt

Neue Gedichte
Cover: ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2016
ISBN 9783895611896
Gebunden, 96 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

"wir befinden uns tief in der Zukunft der Märchen / wir sind die Enkel unserer eigenen Vorstellungskraft." Ulrike Almut Sandigs Gedichte sind kunstvolle Ohrwürmer: Angelehnt an die Grimm'schen Märchen, wurzeln sie fest in einer Gegenwart, die sie mit dem Echolot ihrer Verse erfasst. Wie die Fledermaus in einem ihrer Gedichte, die aus dem Laborfenster flog, nachdem man ihr beide Augen ausstach. Mit dem Klangorgan ihrer ganz eigenen Sprache erfasst Ulrike Almut Sandig die Untiefen zeitgeschichtlicher Unheimlichkeit und zeichnet den utopischen Gegenentwurf eines Heimatlandes, in dem der Mensch kein "Vieh ohn' Seele und Fell" ist, sondern aufrecht sagen kann: "ich bin".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2016

Rezensent Florian Balke erinnnern Ulrike Almut Sandigs Gedichte daran, dass Staunen und Neuzusammensetzen zwei Tugenden sind. Der genaue Blick, mit dem die Autorin das Vorbewusste und Verdrängte erkundet, Märchen, Vögel, Schneefall, Nacht, Planetenbahnen, scheint Balke bemerkenswert. Wenn Sandig dem Alten neuen Spin gibt, einen anderen Drall oder eine andere Geschwindigkeit, kommt er ins Grübeln. Zumal das Ich von dieser Bewegung nicht ausgenommen ist, wie der Rezensent feststellt.
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