Ulrich Tadday (Hg.)

Hans Werner Henze - Musik und Sprache

Cover: Hans Werner Henze - Musik und Sprache
Edition Text und Kritik, München 2006
ISBN 9783883778303
Broschiert, 128 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Es ist nicht möglich, dem ebenso umfangreichen wie vielgestaltigen Werk des Komponisten Hans Werner Henze in einem "Musik-Konzepte"-Band auch nur annähernd gerecht zu werden. Die vielen Facetten seines Oeuvres: Lieder, Opern und Ballette, Kompositionen für das Musiktheater, das Schauspiel, Hörspiel und den Film, nicht zuletzt Sinfonien, Konzerte und Kammermusiken, stellen uns Hans Werner Henze als einen zeitgenössischen Komponisten vor, für den die kritische Reflexion nicht nur der eigenen Musik eine ästhetische Selbstverständlichkeit ist. Sie lassen ebenso Hans Werner Henze - im Übrigen auch dem eigenen Selbstverständnis nach - als einen Komponisten erscheinen, der sich gegen jede ideologische Vereinnahmung sperrt. Dies gilt gerade auch dann, wenn ihm das Gegenteil von seinen Kritikern nachgesagt wird. Hans Werner Henze hält, um mit dem Hamburger Musikwissenschaftler Peter Petersen zu sprechen, in seiner Musik und Kunst an einem emphatischen Freiheitsbegriff fest, der sich menschlich und politisch, politisch und menschlich zugleich zeigt.Insofern ist der vorliegende "Musik-Konzepte"-Band auch eine Hommage an den heutigen Humanisten Hans Werner Henze, der am 1. Juli 2006 seinen 80. Geburtstag feiert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.07.2006

Komplexität, Einfallsreichtum und Freiheit von aller (Kunst-)Ideologie bescheinigt der "rur." zeichnende Rezensent dem musikalischen Werk Hans Werner Henzes, zu dessen achtzigstem Geburtstag am 1. Juli vorliegender Band erschienen ist. Der Einschätzung des Herausgebers Ulrich Tadday, die fünf Beiträge des Bandes würden dem Werk Henzes "nicht einmal annähernd" gerecht, kann er nur zustimmen. Nichtsdestoweniger finden die Beiträge seinen Beifall. Neben Hartmut Lücks Analysen der frühen vokalen Kammermusik hebt er die Beiträge von Klaus Oehl über die Funkoper "Oper auf der Couch" und Peter Petersen über dem Hamburger Uraufführungsskandal beim "Floß der Medusa" hervor. Instruktiv erscheint dem Rezensenten ferner Marion Fürsts Aufsatz über Henzes zunehmenden Einsatz "exotischer" Instrumente seit den sechziger Jahren. Weitere analysierende Beiträge über Henzes Musik erwartet er mit Spannung.
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