Der Autor begleitet den Leser ins 16. Jahrhundert, macht ihn in einem einleitenden Kapitel mit der Person Shakespeares, der elisabethanischen Gesellschaft, dem Theater und dem Publikum der Zeit bekannt und gibt darüber hinaus wesentliche Hinweise zu Shakespeare-Rezeption und Shakespeare-Wissenschaft.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.11.2002
Schwierig, sich im Dschungel der Shakespeare-Literatur noch zurecht zu finden. Glücklicherweise gibt es nun einen "Shakespeare-Führer", der diesen Namen auch verdient. Ulrich Suerbaums "Shakespeare-Führer" will hin zum Text führen. Und das gelingt ihm nach Ansicht der Rezensentin Stefana Sabin bestens. Wie Sabin ausführt, legt Suerbaum nicht nur das biographische Rätsel um Shakespeares Identität, das Verhältnis zwischen Shakespeares literarischer und seiner dramaturgischen Bedeutung, die Rezeptionsgeschichte und die Quellenlage dar, sondern analysiert auch alle Stücke in ihrer inhaltlichen und stilistischen Beschaffenheit. Suerbaums Darstellung ist zur Freude der Rezensentin "philologisch fundiert" und "in akademischer Sachlichkeit gehalten". Suerbaum betreibe weder Schwärmerei noch Entmystifizierung, weder Psychologismus noch Politisierung. Und so lobt sie Suerbaums "Shakespeare-Führer" als eine gelungene Verbindung von Nachschlagewerk und Lektüreführer, "in dem das Wissen über Shakespeares Werk und Wirkung gebündelt dargeboten und in den Zusammenhang des Forschungsstands gesetzt wird."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.02.2002
Kurt Tetzeli von Rosador nimmt bei der Kritik von Suerbaums Shakespeare-Führer kein Blatt vor den Mund. Der bestimmte Artikel sei in Anbetracht der inhaltlichen und formalen Mängel nicht zulässig, so der Rezensent. Weder des Autors Verständnis von wissenschaftlicher Aufbereitung des Themas, - hier fühlt sich Tetzeli an die "klassische Philologie zu Ende des 19.Jahrhunders" erinnert -, noch seine sowohl wertende und trotzdem immer wieder in Verallgemeinerungen ausufernde Betrachtung hält der Rezensent für angebracht. Dass der Autor den Fokus auf die Handlung setzt, gefällt Tetzeli. Alles in allem produziere das Buch jedoch durch den unausgegorenen "dramengeschichtlichen und soziokulturellen Kontext" das Bild eines "Shakespeares als Solitär". Keine Empfehlung des Rezensenten für dieses Werk.
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