Mit einem Nachwort von Sebastian Kleinschmidt. In diesem Band sind die Gedichte versammelt, die Ulrich Schacht vor seinem plötzlichen Tod geschrieben und für einen Gedichtband mit dem Titel "Schnee fiel in meinen Schlaf" gesammelt hatte. In diesen philosophischen, mit Hochachtung für die Schöpfung durchdrungenen Gedichten scheint auch ein Abschied hörbar.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.11.2021
Rezensent Uwe Kolbe ist gerührt von Ulrich Schachts Gedichten und besonders von den beiden Texten in der "Mitte des Korpus", die den Eltern des Dichters gewidmet sind, von ihnen handeln. Wie der Autor in romantischer Tradition, mit einer Prise Trakl, einer Prise Celan und einem Löffel spiritueller Erfahrung in reduzierter Sprache seiner Zuneigung für die Mutter und den (wiedergefundenen) Vater sprachlich Raum gibt, findet Kolbe zutiefst menschlich und berührend. Wie im Märchen, bei Lasker-Schüler oder Sarah Kirsch, meint er, lässt der Autor den Vater erscheinen. So etwas Zauberhaftes hat Kolbe kaum je gelesen.
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