"Chiapas" - ; seit fünf Jahren wird "der erste Aufstand des 21. Jahrhunderts" auch hierzulande kontrovers diskutiert. Umfassendere Analysen fehlen jedoch bislang. Die vorwiegend mexikanischen AutorInnen des vorliegenden Bandes reflektieren daher verschiedene Facetten des Aufstandes genauer: Es geht um seine zentralen Gründe und Inhalte, seine Chancen und Grenzen wie auch um die Bedeutung der Frauen im Aufstand und um den Kampf um biologische Ressourcen.
Für eine Auseinandersetzung mit dem Neoliberalismus ist dieses Buch sicher wertvoller, als die Lafontaine-Biografie, meint Bodo Kanzleiter. Er weist darauf hin, dass Herausgeber und Autoren zumeist aus einem Spektrum "der akademischen Solidaritätsbewegung" mit den Zapatistas stammen. "Pathetische Unterstützungsbekundungen" sind jedoch die Ausnahme, verspricht Kanzleiter. Überraschend findet er bei den Zapatistas den immer wieder auftauchenden Begriff der "Würde", ein Wort, dass Kanzleiter mit der Kirche assoziiert. Erst die Definition des Politologen John Holloway macht ihm diesen Begriff politisch plausibel: Holloway hält Würde für die "Kehrseite dessen, was Marx Entfremdung genannt hat".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…