Ulf K., Frida Nilsson

Ich und Jagger gegen den Rest der Welt

(Ab 9 Jahre)
Cover: Ich und Jagger gegen den Rest der Welt
Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2018
ISBN 9783836959049
Gebunden, 176 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger. Nichts wünscht Bengt sich sehnlicher als einen Freund. Doch statt mit ihm zu spielen, ärgern die anderen Kinder ihn und sperren ihn schließlich im dunklen, kalten Müllraum ein. Dort sitzt er, bis endlich jemand die Tür öffnet - Jagger! Ein ziemlich heruntergekommener, aber äußerst selbstbewusster Hund. Jagger lässt sich nichts gefallen und er weiß sofort, was Bengt tun muss - sich rächen! Tote Ratten in Briefkästen und Fahrräder im Fluß sind schließlich nur gerecht, wenn einem so übel mitgespielt wurde wie Bengt, oder?!

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.08.2018

Krisen, Probleme, Selbstzweifel - das alles kennt man auch aus den anderen Kinder-Geschichten von Frida Nilsson. Auch komische und magische Elemente kommen in jedem ihrer Bücher vor. Eines jedoch vermisst Rezensent Siggi Seuss in "Ich und Jagger gegen den Rest der Welt":  den letzten Hoffnungsschimmer, das Leuchten in all dem Dunkel, die optimistische Grundeinstellung, welche ihre bisherigen Bücher kennzeichnete. Zunächst hält man als Leser den sprechenden Hund Jagger für den Hoffnungsträger dieser Erzählung, doch wider Erwarten ist Jagger selbst von Unsicherheit und Schmerz erfüllt und seine Selbstsicherheit nur eine steinerne Fassade, lesen wir. Authentisch ist das allemal und es macht die Geschichte noch ein ganzes Stück aufregender, trotzdem scheint Seuss nicht so recht zu wissen, was er von Nilssons neuer Rigorosität halten soll.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.07.2018

"Ungewöhnlich ungemütlich" ist dieser Kinderroman laut Auskunft der Rezensentin Katrin Hörnlein, und die Zeit gibt ihr ungewöhnlich viel Platz für ein Kinderbuch, um zu erklären, was sie so an diesem Buch fasziniert: Erzähler ist Bengt, ein kleiner "Fetti" (so nennt er sich selbst) von acht Jahren, der von seinen Mitkindern gemobbt wird. Ihm wächst ein Freund in Gestalt des Hundes Jagger zu, der ihm hilft, sich kräftig zu rächen. Dass diese Rachefantasie im Roman ausgelebt wird, lässt der Rezensentin fast den Atem stocken. Aber sie ist dafür - nicht dafür, diese Fantasie auszuleben, aber das Ausleben dieser Fantasie darzustellen, so nah es nur an Kinderhirnen geht. Hörnlein empfiehlt allerdings eine gemeinsame Eltern-Kind-Lektüre. Und übrigens: Die Erzählerin lässt laut Rezensentin eine Hintertür offen, und einen neuen Freund findet Bengt auch.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.06.2018

Fridtjof Küchemann freut sich darüber, dass Frida Nilsson in ihrem Buch die Konvention unterläuft, der kindliche Held in Not könnte sich seinen tierischen Freund nur ausgedacht haben. Aber nein, der Hund, ein eigenwilliger Herumtreiber, ist echt. Junge Leser werden das intuitiv begreifen, meint er. Und dieser Hund hilft gegen Mobbing und die Scheinheiligkeit der Erwachsenen, die Küchemann im Buch so unangenehm zu spüren bekommt. Eine durchaus komplexe Geschichte der schwedischen Kinderbuchautorin, findet der Rezensent.
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