Tristan Garcia

Das Siebte

Roman
Cover: Das Siebte
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783803133151
Gebunden, 304 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Birgit Leib. Es geschieht sieben Mal: Er stirbt und wird im selben Moment wieder geboren. Immer neu. Stets der Gleiche. Immer wieder kehrt der Ich-Erzähler nach dem Tod an den Anfangspunkt zurück, behält aber all seine früheren Leben in Erinnerung, alle Irrtümer und Erfolge. Jedes Mal muss er wieder neu laufen und sprechen lernen, warten bis das Blut kommt, um dann nach Paris gebracht zu werden. Dort trifft er Fran, der ein Mittel zur Blutstillung besitzt, ihn stets aufs Neue erwartet, erkennt und begleitet. Wie alles andere auch, ist diese Freundschaft sieben Mal gleich und doch grundverschieden. Sieben Mal liebt der Erzähler außerdem hingebungsvoll die gleiche, ja dieselbe Frau mit dem seltsamen Namen: Hardy.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 10.09.2019

Sigrid Brinkmann hält nicht viel von Antizipationsromanen im Allgemeinen und von Tristan Garcias Beitrag zum Genre im Besonderen. Die Idee, einen namenlosen Gestorbenen wiederauferstehen zu lassen, um ihn alle menschlichen Entwicklungsphasen noch einmal durchlaufen zu lassen, als Beamter, Nobelpreisträger, Guru, Schriftsteller, trägt laut Brinkmann nicht. Mehr als ermüdende, mitunter sogar bestechend einfallslose philosophierende Ideenprosa kommt dabei nicht heraus, findet Brinkmann, die kursorisches Lesen schnell von der Lektüre erlöst.
Stichwörter