Perspektivisch komplexe Erzähltexte stellen die Literaturwissenschaft immer wieder vor eine schwierige Aufgabe. In dieser Arbeit wird daher das Phänomen der sogenannten "Multiperspektivität" auf der Grundlage narratologischer Erkenntnisse neu definiert und ein mehrteiliges Analysemodell für multiperspektivisch erzählte Texte entwickelt. Im Anschluss daran wird das Modell auf die Romane "Infanta" (1990) von Bodo Kirchhoff und "Melodien" (1993) von Helmut Krausser angewendet. Neben der Untersuchung der jeweiligen Textarchitektur ist hier die ästhetische Relevanz der Multiperspektivität für die beiden Gegenwartsromane von Bedeutung.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…