Mit Fotos. Seine Karriere ist so unwahrscheinlich, dass sie in der Geschichte der Bundesrepublik keine historischen Vorläufer kennt: In weniger als drei Jahren ist Frank-Walter Steinmeier, anfangs nur politischen Insidern bekannt, zu einem der beliebtesten Politiker der Republik geworden. Graue Eminenzen, begabte Maschinisten der Macht, hat die Republik viele gesehen. Doch nur Frank-Walter Steinmeier ist von dort in das Zentrum der nationalen Politik gerückt. Wer ist und woher kommt dieser Mann, der gegen eine schier übermächtige Gegnerin, Kanzlerin Angela Merkel, antreten wird? Was sind seine Absichten und welche Lebensstationen haben ihn geprägt? Das biografische Porträt des Menschen und Politikers Frank-Walter Steinmeier.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.02.2017
Werner Weidenfeld ist ganz hin und weg angesichts dieser Biografie der Politikwissenschaftler Torben Lütjen und Lars Geiges. Noch mehr ist er nur von Steinmeier selbst fasziniert, einem Mann der Ernsthaftigkeit, Behutsamkeit und der protestantischen Demut, wie er findet. Einem großen Unbekannten aber auch, dem sich mit diesem Buch auch nicht wirklich beikommen lässt, wie Weidenfeld einräumt. Nicht etwa, weil der Band der methodischen Systematik entbehrt und mehr im Plauderton wie aus einem Tagebuch erzählt, wie der Rezensent festhält, sondern weil die Autoren trotz aller Einsichten in die Ursprünge von Steinmeiers zurückhaltender Persönlichkeit keine abschließenden Antworten haben zu Steinmeiers spezifischen Denk- und Handlungsweisen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2009
Instruktiv findet Rezensent Majid Sattar dieses biografische Porträt des gegenwärtigen Vizekanzlers und Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier, das der Historiker Torben Lütjen pünktlich zum Bundestagswahlkampf vorgelegt hat. Er sieht darin eine gute Ergänzung zu Steinmeiers ebenfalls jetzt vorliegenden Selbstbetrachtungen. Zusammen ergeben beide Bücher für ihn eine Art Quellenedition: hier die Perspektive Steinmeiers, dort Lütjens "kritischer Kommentar" dazu. Zu kritisch darf man sich das Buch allerdings nicht denken, wie sich den wenigen Anmerkungen Sattars über Lütjens Buch entnehmen lässt. Für spektakuläre Anekdoten gibt Steinmeiers "unaufgeregtes Leben" in seinen Augen ohnehin nichts her.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…