Tommy Jaud

Hummeldumm

Das Roman
Cover: Hummeldumm
Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2010
ISBN 9783502110378
Kartoniert, 303 Seiten, 13,95 EUR

Klappentext

Wer an allem schuld ist, ist für Matze sowieso klar: seine Freundin Sina. Während er in endlosen Verhandlungen die neue Eigentumswohnung klargemacht hat, sollte sie einfach nur »irgendwas« buchen. Hat sie auch. Doch musste dieses »irgendwas« ausgerechnet eine zweiwöchige Gruppenreise durch Namibia sein, ein Land, in dem jede hüftkranke Schildkröte schneller ist als das Internet? Was hat er denn verbrochen, dass man ihn nun täglich in einen Kleinbus voller Bekloppter sperrt, um ihn dann zu österreichischen Schlagern über afrikanische Schotterpisten zu rütteln? Und warum stolpert er bei minus zwei Grad in einem albernen Wanderhut über die Dünen der Kalahari, statt auf Mallorca ein Bierchen zu schlürfen?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.04.2010

Auf welcher Stufe in der Peinlichkeitsskala genau dieses Buch für sie rangiert, darüber deckt Ursula März diskret den Mantel des Schweigens. Auch hätte das zu präzisieren wohl ohnehin wenig Sinn gemacht, denn dieses Werk über das Peinlichkeitsverhalten deutscher Urlauber im Ausland (hier: Namibia), ist, wie man den Ausführungen der Kritikerin entnimmt, längst ein Bestseller. Man wisse ab der ersten Seite was passieren werde, schreibt März. Neun Pauschalurlauber reisten durch Afrika. Allerdings seien nur sieben von ihnen wirklich peinlich. Der Ich-Erzähler übernehme hingegen die Position des Peinlichkeitskritikers. Auch seine Freundin sei nur halbpeinlich. Klar, dass irgendwann auf der Afrikareise auch das Wort "Neger" falle, lesen wir. Im Übrigen hätte die Kritikerin von Tommy Jaud, der immer hin Gagschreiber für Harald Schmidt gewesen sei, mehr erwartet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.03.2010

Überhaupt nicht erwärmen kann sich Rezensent Uwe Ebbinghaus für Tommy Jauds neues Buch "Hummeldumm" um eine Gruppenreise durch Namibia, das momentan die Bestsellerlisten anführt. Er verortet die Werke des Comedy-Autors und Gagschreibers in den Kontext einer Comedy-Industrie, die mit der "Ware Dummheit" bestens verdient und den Zuschauer oder Leser seinerseits für "dumm verkauft". Jauds ungemein erfolgreiche Bücher "Vollidiot", "Resturlaub", "Millionär" und jetzt auch "Hummeldumm" kennzeichnet in seinen Augen ein "bescheidenes literarisches Niveau". Dass er dem jüngsten Werk des Autors bescheinigt, mit seiner zivilisationskritischen Pointe eine "Reflexionsstufe" über die Unterhaltungsmaschinerie hinauszugehen, ändert daran nichts, zumal das Ende des Buchs ziemlich kitschig daherkommt. Amüsiert hat sich der Rezensent bei der Lektüre jedenfalls nicht.
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