Tom Zürcher

Mobbing Dick

Roman
Cover: Mobbing Dick
Salis Verlag, Zürich 2019
ISBN 9783906195834
Gebunden, 288 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Der junge Dick Meier versucht, aus dem Gefängnis seines kleingeistigen Elternhauses auszubrechen und heuert bei der Schweizerischen Bankanstalt an. Diese wird rasch zu seinem neuen Gefängnis, was er aber lange nicht merkt. Er gerät immer mehr unter Druck. Um nicht durchzudrehen, fängt er an, sich nachts in Mobbing Dick zu verwandeln und sich an der Erwachsenenwelt zu rächen. Das Jurastudium wird immer trockener, das elterliche Reihenhäuschen immer enger. Die Lösung verspricht ein Job und eine eigene Wohnung. Sich selbst über sein Berufsprofil nicht ganz im Klaren, gelingt Dick in der ominösen Bankanstalt ein rasanter Aufstieg, der Druck wächst. Gleichzeitig wissen die Eltern immer noch nichts von der neuen Wohnung, ein überteuertes Loch in einer üblen Gegend, und schließlich entdeckt er ein lange gehütetes Geheimnis seines Vaters. Dick gerät immer mehr in Bedrängnis und flüchtet sich bald in seine eigene Wirklichkeit als Mobbing Dick. Es beginnt eine packende und extreme Irrfahrt, bei der er immer mehr die Kontrolle über sein Alter Ego verliert.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 17.08.2019

Rezensent Jörg Magenau hat sich köstlich amüsiert mit Tom Zürchers Realsatire über Macht und Geld, Familie und das Schweizer Bankensystem. Wie Zürchers Held erst der kaputten Familie entkommt, die Banklehre sein neues Dasein bestimmt und er sich dann immer tiefer in der Scheinwelt des Geldes verstrickt, vermittelt der Roman laut Rezensent schön überdreht, grotesk, wie eine Geschichte von Kafka auf Speed, verschnitten mit Monty Python, findet Magenau. Gut gefällt ihm, dass der Autor noch mehr will, nämlich anhand der irrwitzigen Wandlung seines Protagonisten vom Muttersohn zum Psychopathen aufzeigen, wie Wahn und Wirklichkeit Hand in Hand gehen.
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