Tim Weiner

Macht und Wahn

Der politische Krieg zwischen den USA und Russland seit 1945
Cover: Macht und Wahn
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2021
ISBN 9783100910721
Gebunden, 352 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Christa Prummer-Lehmair.  In "Macht und Wahn" beleuchtet Tim Weinert die bilaterale Beziehung zwischen den Großmächten Russland und USA.  Gespickt mit Insiderberichten zeichnet Weiner die Wurzeln dieses inzwischen über 75 Jahre andauernden Kampfes nach, den Amerika und Russland von 1945 bis 2020 mit Spionage, Diplomatie, Sabotage und Desinformation miteinander ausfechten. Weiner führt hinter verschlossene Türen und lässt die Protagonisten - Präsidenten, Politiker, Hintermänner - beider Seiten des Ost-West-Konflikts zu Wort kommen. Er beleuchtet die Machenschaften des KGB und der CIA und ihre Folgen für die Zeitgeschichte.
Heute sehen die einst als Sieger aus dem Kalten Krieg hervorgegangenen USA ihre Demokratie in Gefahr. Denn Russland griff unter Wladimir Putin bereits zu einem Rückschlag an, der die USA gänzlich unvorbereitet traf: Mittels einer verdeckten Kampagne über Internet und Soziale Medien nahm die russische Regierung Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl 2016 und stellte so sicher, dass ihr Wunschkandidat, Donald Trump, das Weiße Haus bezog. Auch das dagegen eingeleitete Amtsenthebungsverfahren richtete nichts aus. Erneut verhärten sich die Fronten, der Ausgang dieses realen Politthrillers jedoch bleibt ungewiss.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2021

Wer den Krimi in der Gegenwartspolitik sucht, der greife zu Tim Weiners Büchern, rät Rezensentin Alexandra Föderl-Schmid. Weiners Erkundung der Machenschaften russischer Internet-Trolle im amerikanischen Wahlkampf liest sie gebannt, weil der Autor eigene Recherchen und historisches Wissen zu spannenden Storys verzahnt. Erzählen kann der Autor laut Rezensentin ebenso wie Bögen durch die Geschichte schlagen, von 1945 bis Trump und zurück. Was Weiner über die russische IRA (Agentur für Internet-Forschung) auf den Tisch legt, verschlägt der Leserin den Atem, auch wenn Weiner manchmal allzu amerikanisch pathetisch wird, wie Föderl-Schmid moniert.
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