Tim Stuchtey

Die Finanzierung von Hochschulbildung

Eine finanzpolitische Analyse und ihre ordnungspolitischen Konsequenzen. Diss.
Cover: Die Finanzierung von Hochschulbildung
Nomos Verlag, Baden-Baden 2001
ISBN 9783789072147
Broschiert, 219 Seiten, 36,81 EUR

Klappentext

Unterfinanzierung und offensichtliche Ineffizienzen dominieren den Hochschulalltag in Deutschland. In der finanzwissenschaftlichen Untersuchung werden Finanzierungs- und Organisationsregeln für Hochschulen entwickelt und ihre Wirkung auf Lehrende und Lernende diskutiert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.10.2001

Der Rezensent Sascha Tamm weiß ganz genau, wie die schöne neue Hochschulwelt auszusehen hätte: "ein möglichst störungsfreier Markt" und alles wäre in Butter. Die Wirklichkeit aber, und das bedauert er heftig und unter Aufbietung längst nicht mehr gültiger Klischees, ist nicht so und daher ist eine genau durchgerechnete pragmatische Zwischenlösung, wie sie Tim Stuchtey in seinem Buch vorschlägt, auch erst mal ganz brauchbar. Dessen Modell sieht grundsätzliche und dann noch einmal von den "konkret genutzten Angeboten" abhängige Studiengebühren vor: mit den genannten Summen von 500 DM pauschal plus 50 DM pro Veranstaltung ließen sich, merkt Tamm leicht pikiert an, die Kosten jedoch nicht vollständig decken. Das Problem mit der Benachteiligung "sozial schwacher" Studenten (von Tamm in Anführungszeichen gesetzt) ist gar keines, nämlich nur ein "Vorurteil" - ein Kreditsystem könnte Abhilfe schaffen. Dass Stuchtey das nicht privat, sondern staatlich finanzieren will, wird, versteht sich, gerügt. Dennoch: dank seiner Sprache und "einer Genauigkeit, die sich wohltuend von den politischen Diskussionen der letzten Zeit" abhebt, bietet das Buch eine nach Tamms Meinung "praktikable" Lösung an. Nur das Visionäre fehlt ihm in einem letzten Absatz dann wieder. Die Vision? Der freie Bildungsmarkt natürlich.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Beliebte Bücher

Julian Barnes. Abschied(e). Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Julian Barnes: Abschied(e)
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…
Dorothee Elmiger. Die Holländerinnen - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2025.Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…
Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Leila Slimani. Trag das Feuer weiter - Roman . Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Leila Slimani: Trag das Feuer weiter
Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…