Mit 16 Seiten Farbbildteil, 14 Schwarz-Weiß-Abbildungen und 5 Karten. Aus dem Englischen von Klaus Pemsel. Als junger Kriegsreporter berichtete Tim Butcher über die verheerenden Bürgerkriege in Sierra Leone und Liberia. Zwei seiner Freunde verloren vor Ort ihr Leben. Zehn Jahre später kehrt Butcher zurück in die von blutigen Rohstoffkonflikten und archaischen Ritualen gezeichneten Staaten an der afrikanischen Elfenbeinküste. Er begibt sich auf einen lebensgefährlichen Fußmarsch mit ungewissem Ausgang, 300 Kilometer auf Dschungelpfaden von Freetown bis nach Monrovia. Auf einer Route, die 75 Jahre vor ihm der britische Schriftsteller Graham Greene bereist hat. Erneut durchdringt Butcher eine der verborgensten Regionen Afrikas und lotet aus, ob es einen Ausweg aus der Spirale von Armut und Gewalt geben kann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.12.2011
Beeindruckt zeigt sich Michael Bitala von Tim Butchers Buch über einen strapaziösen Fußmarsch durch Sierra Leone und Liberia auf den Spuren von Graham Greene. Er bewundert den britischen Journalisten für seinen Mut und schätzt seine glänzenden Reisereportagen wie "Blood River" von 2007. Butchers Reiseroute führte durch einige der unzugänglichsten und gefährlichsten Regionen, die es gibt. Bei der Lektüre hat Bitala eine Menge gelernt über Geheimbünde und die Bedeutung des Teufels in Liberia. Die Schilderung der anstrengenden Fußmärsche sowie die Exkurse in die Geschichte Liberias, die vor Augen führen, welche schlimmen Folgen ein gut gemeinter Plan haben kann, scheinen ihm besonders spannend. Die dunkle Geschichte des Landes, das gegenwärtige Chaos werden seines Erachtens eindringlich geschildert. Gleichwohl findet er bei Butcher auch hoffnungsvolle Passagen.
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