Hanny Porter hat es geschafft: Aus der ehemaligen Provinzschönheit ist die gutsituierte Gattin eines reichen Mannes geworden. Zu den zahlreichen Annehmlichkeiten ihres Lebens gehört auch ein Ferienhaus auf Hawaii. Als Hanny dort eintrifft, findet sie das hübsche Domizil völlig verwüstet vor. Und es gibt sogar ein Bekennerschreiben, Zeilen voller Hass. Doch das ist nur der Auftakt grauenvoller Ereignisse, die von der heilen Welt der Hanny Porter nichts übrig lassen werden...
Der Roman des Autors Thor Kunkel, ein "Psychokrimi mit gesellschaftskritischen Absichten", wird von dem Rezensenten Michael Kohtes durchaus positiv bewertet. Der Autor arbeite mit den Erzähltricks des Kinos, er erwecke Assoziationen an schwarze Hollywoodkomödien und habe sein Material fest im Griff. Der "medial gewitzte" Autor, so Kohtes , weiß sehr gut was er in und mit seiner Prosa zeigen, erreichen und bewirken will. Das kritische Amerikabild, das der Autor zu transportieren beabsichtigt, kommt bei dem Rezensenten auch tatsächlich an, nicht als Predigt, sondern in Form von Situationsbeschreibungen eines "illusionslosen Aufklärers im Kostüm des Entertainers".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…