Die Weiße Rose ist ein Mythos - und bis heute die bekannteste Gruppierung des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Doch unser Bild der Weißen Rose bedarf der Korrektur und Ergänzung. Zu einseitig standen seit jeher die Geschwister Hans und Sophie Scholl im Mittelpunkt des Interesses. Wie sehr diese Sichtweise der Differenzierung bedarf, zeigen die ausführlichen Gespräche, die Sibylle Bassler mit wichtigen Zeitzeugen geführt hat:mit Elisabeth Hartnagel, Traute Lafrenz, Anneliese Knoop-Graf, Jürgen Wittenstein, Lilo Fürst-Ramdohr, Franz J. Müller, Susanne Zeller-Hirzel und Hildegard Hamm-Brücher. Das Buch verdichtet diese Gespräche und weitere Recherchen zu einem eindrücklichen Panorama der Weißen Rose. "Die Weiße Rose" enthält authentische Schilderungen davon, wie es wirklich war - mit zahlreichen überraschenden und noch nie beschriebenen Details.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.10.2006
Gelungen scheint Rezensent Joachim Scholtyseck dieser Band mit Gesprächen, die Sibylle Bassler mit überlebenden Freunden und Angehörigen der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" geführt hat. Als Zeitzeugen nennt er etwa Elisabeth Hartnagel, Traute Lafrenz, Anneliese Knoop-Graf, Lilo Fürst-Rahmdohr und Susanne Zeller-Hirzel. Scholtyseck lobt den Band als überaus stimmig. Angenehm findet er Basslers Zurückhaltung und ihre "klugen Fragen". Die Erinnerungen der Zeitzeugen, die nichts mit "Heldenverehrung" zu tun haben, regen seines Erachtens zum Nachdenken an. Zudem vermitteln sie für ihn interessante Einblicke in den zeitlichen Kontext, in dem sich die "Weiße Rose" zum Widerstand entschieden hatte.
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