In Zusammenarbeit mit dem Verlag Vandenhoeck und Ruprecht. Das Studienbuch bietet eine einführende Gesamtdarstellung der britischen Nachkriegsgeschichte, die gesellschaftsgeschichtlich orientiert ist und dabei ebenfalls das politische System, die Ökonomie, die Kultur und die Mentalität mit einbezieht. Die leitenden Fragestellungen sind zwei bedeutende Themen: die nach dem wirtschaftlichen und politischen Abstieg, dem "decline" einerseits und die nach der Tradition der britischen Politik und Sozialverfassung andererseits. Politisches System, ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklung sowie spezifisch britische Themenfelder werden in systematischen Kapiteln aufbereitet und in verständlicher Form dargestellt. Eine kommentierte Bibliografie rundet das Buch ab.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.10.2005
Dietmar Süss hat sich drei Bücher zur Geschichte Großbritanniens angesehen, wobei er sich am intensivsten mit Thomas Mergels Band über die britische Geschichte seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs beschäftigt. Mergels Darstellung mag nicht sehr "kurzweilig" zu lesen sein, räumt der Rezensent ein, nichtsdestotrotz betont er, dass sie "Gewicht" hat und ein "kluges Buch" ist. Der Autor zeichne "souverän" die englische Geschichte seit 1945 nach, wobei er nicht nur die wirtschaftliche und politische Entwicklung, sondern auch den "Wandel der Lebensstile", soziologische Veränderungen und Themen wie "Bildung" oder "Migration" in den Blick nehme, so Süss sehr angetan. Weniger überzeugend findet er die Argumentation Mergels die "Dekolonisation" betreffend. Hier übernimmt der Autor die Vorstellung vom "friedlichen und freiwilligen Machtverzicht" Großbritanniens auf die Kolonien, die in England gern behauptet wird, in neueren Forschungen jedoch widerlegt wird, so der Rezensent kritisch.
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