Thomas Kunst

Kolonien und Manschettenknöpfe

Gedichte
Cover: Kolonien und Manschettenknöpfe
Suhrkamp Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783518427545
Gebunden, 125 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Ein Gedichtband wie ein Streifzug durch einen Luna-Park: Wir treffen einen Wikinger an der 54. Straße, versuchen, aufblasbare Münzen durch die ihnen zugewiesenen Löcher zu quetschen, besteigen Barthelmes Ballon in der Nähe des Central Park, fliegen in einer Disziplin unserer Wahl zu den inoffiziellen Weltmeisterschaften nach Milwaukee, behalten einen Kaugummi während eines Kreditgesprächs im Mund. Alles in allem sind wir in diesen Gedichten keine Freunde von mittelmäßiger Gesellschaft. Eine letzte Arche Noah sticht in See, mit Walen, Salamandern und Ratten, wenn nur genügend Gewässer rund um den Ararat zusammengefunden haben.


Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.08.2017

Laut Harald Hartung fehlt den Gedichten von Thomas Kunst etwas Entscheidendes, das, was er von Joyce als "profane Epiphanie" kennt, ein Strahlen der Objekte. Dass der Autor sich hemdsärmelig gibt und locker rhythmisierte Prosa mit Sonetten mischt, scheint dem Rezensenten zunächst in Ordnung. Auch thematische Kohärenz muss nicht sein, meint er. Doch wie sich der Autor um extravagante Einfälle bemüht, scheint ihm nicht sehr überzeugend, weder provokativ noch poetisch, höchstens "schlechter Surrealismus". Auch dass die Ironie in den Texten zu selten ins Selbstironische reicht, scheint dem Rezensenten zu missfallen.
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