Thomas Knieper (Hg.), Marion G. Müller (Hg.)

War Visions

Bildkommunikation und Krieg
Cover: War Visions
Herbert von Halem Verlag, Köln 2005
ISBN 9783931606831
Kartoniert, 432 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Das Visuelle hat seit jeher das Kriegs- und Konfliktgeschehen begleitet. Dabei wird Bildern häufig eine instrumentelle Rolle zugeschrieben. Ihnen wird unterstellt, in Form von visueller Kriegspropaganda den Krieg geschürt, unterstützt und verlängert zu haben. Zugleich ist die Bildkommunikation aber auch aus dem Pazifismus nicht wegzudenken. Dieses Buch beschäftigt sich mit visueller Kriegsberichterstattung vor, während und nach Kriegen, wobei der Schwerpunkt auf der Gegenwart - insbesondere dem Irakkrieg - liegt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 11.02.2006

Überzeugend erscheint Rezensent Claus Leggewie dieser von Thomas Knieper und Marion G. Müller herausgegebene Band, der Beiträge von insgesamt 18 Autoren aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zum Thema "Bildkommunikation und Krieg" versammelt. Wie er berichtet, liefern die Autoren eine präzise Analyse der Produktions- sowie Rezeptionsästhetik der Kriegsberichterstattung, wobei sie auch Comics und Computerspiele einbeziehen. Neben bilderstürmerischen Aufsatz von Marion G. Müller hebt Leggewie insbesondere die historischen Beiträge von Jürgen Wilke und Elke Anna Werner hervor, die er mitunter erhellender findet als "viele noch im aktuellen Bildmaterial verfangene Ad-hoc-Analysen über den 11. September oder den Irakkrieg".
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