Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2000
Klaus Ungerer verreißt dieses Buch in Bausch und Bogen: am besten sollte man es so lassen, wie es im Buchladen liegt, nämlich eingeschweißt. Spürbar genervt berichtet er von den zahllosen Abbildungen in diesem Band, auf denen Eintrittskarten, Hallen, in denen Rosenthal einst aufgetreten ist und sogar ein Zeugnis, das der Showmaster einst vom Berliner Rundfunk erhielt, abgebildet sind. Daneben werden seitenlang „unschlagbare Rätselstädte“, Stars der Sendungen und ähnliches aufgelistet. Über Rosenthal selbst erfährt der Leser nach Ansicht des Rezensenten enttäuschend wenig, dafür aber um so mehr über den Rosenthal-Fan Henschke. Dieser läßt, so Ungerer, die erforderliche Souveränität beim Umgang mit seiner „Heiligkeit“ vermissen. Rosenthal erscheine als „dauerstrahlender Schmied des eigenen Glücks“, Henschke hätte jedoch alles getan, um „Leben hinter der Kulisse“ zu vermeiden. Auch das Lektorat bekommt sein Fett ab: wenn das Manuskript schon nicht im „Postausgang“ gelandet sei, so hätte die ein oder andere Korrektur gewiß nicht geschadet, so der Rezensent.
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