Wer kennt ihn nicht, Jürgen Fliege, den Talkshow-Papst mit 20-Prozent-Quote, den Seelentröster, den mutigen Priester und Helfer bei aussichtslosen Fällen. Wenn Menschen ihr Innerstes nach außen kehren und plötzlich wieder menschlich sind, dann ist Jürgen Fliege im Spiel. Aber wo kommt er selbst her, was hat ihn geprägt, was treibt ihn und was vor allem können wir von ihm fürs Leben lernen? Zum ersten Mal zeigt sich Jürgen Fliege ganz privat mit seinen Nöten, Ängsten, Erfahrungen und an Hand unzähliger selbst erlebter Fälle, wie wir uns selbst und anderen helfen können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2001
Ernst Horst zeigt unerwartete Sympathien für den Pastor Fliege. Leser könnten "ein wenig Trost" daraus schöpfen, dass der als Kind von seinem Vater regelmäßig mit einem Gartenschlauch verprügelte Fliege, der auch noch Legastheniker ist, dann doch noch ein erfolgreicher Mann wurde. Geschichten von anderen Personen, die immer mit einem Happy-End endeten, tragen laut Horst zu diesem Eindruck bei. Dem Pastor gelingt es sogar, unseren FAZ-Rezensenten zu verwirren. So bezeichnet er Fliege als einen Mann, der Religion wirklich als "Opium fürs Volk" benutzt. An anderer Stelle hofft der Rezensent jedoch, dass es viele Pastoren wie Fliege gibt. Insgesamt ein "kurzweiliges Buch", meint Horst, der die Talkshow dennoch vorzieht.
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