Ein freies Wesen - was wir verlangen zu sein - muss in jedem Gebrauch seiner Freiheit wirklich anders agieren können, als es sich aus freien Stücken tatsächlich verhält. Doch was bedeutet diese Anforderung an die Freiheit genau? Wie verhält sie sich zur kausalen Bestimmtheit des natürlichen Universums? Auf welche Qualifikationen unseres Verhaltens berufen wir uns, wenn wir nach unverkürzter Freiheit verlangen? Und wie sind solche Qualifikationen möglich, wenn und obwohl wir zugleich natürlich entstandene Wesen sind, zuhause in einem materiellen Universum? Das sind Fragen, die in diesem Buch erörtert werden, um so unser mehrtausendjährig immer wieder neu brennendes Verlagen nach Freiheit auf eine rationale Weise auch heute noch stillen zu können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.08.2007
Diesem Buch kann Helmut Mayer einiges abgewinnen. Lobend erwähnt er Thomas Buchheims Klugheit und Umsicht bei der schrittweisen Erarbeitung eines lebenstauglichen Freiheitsbegriffs. Richtig dankbar ist er dem Autor zum Beispiel, dass dieser Physisches und Physikalisches nicht miteinander verwechselt. Die philosophische "Rückgewinnung" von durch die Neurowissenschaft "entstellten" Phänomenen gelingt dem Autor laut Mayer auf "gewinnbringende" Weise.
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