Aus dem Niederländischen von Wibke Kuhn. Nach dem großen Erfolg von "Eierlikörtage" folgt mit "Tanztee" nun der zweite Streich des liebenswürdigsten und humorvollsten Rentners der westlichen Hemisphäre: Der Alt-aber-nicht-tot-Club von Hendrik Groen und seinen Freunden ist zwar noch ein bisschen älter geworden, aber auch im neuen Jahr sind sie voller Energie - und gewillt, sich die Zeit im Altersheim Amsterdam-Nord so angenehm wie möglich zu machen. Hendrik nimmt den Rentneralltag zwischen Arztbesuchen und Bingoabenden aufs Korn, beschwört die Kraft der Liebe und Freundschaft und findet immer wieder die passenden Worte für unsere verrückte und manchmal schreckliche Welt, der ein bisschen mehr Altersweisheit, Humor und Selbstironie verdammt gut tun würde.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.05.2017
Rezensentin Kristina Maidt-Zinke freut sich über den zweiten Band der geheimen Tagebücher des Hendrik Groen, der für sie eine Art "Elena Ferrante der Niederlande" ist. Denn erst im letzten Jahr wurde bekannt, dass sich hinter dem angeblich betagten Herrn, der aus einem Amsterdamer Altenheim berichtet, der 62-jährige Bibliothekar Peter de Smet verbirgt, erklärt die Kritikerin. Und so überzeugen die Bücher auch nicht zwingend durch Authentizität, wohl aber durch Einfühlungsvermögen, Geist und Witz, lobt die Rezensentin, die ebenso amüsiert wie bewegt liest, wie der alte Herr den Heimalltag mit organisierten Ausflügen aufpeppt, mit Warmherzigkeit, genauer Beobachtungsgabe und Selbstironie von komischen und tragischen Ereignissen berichtet und auch Themen wie Demenz, Depression, Krankheit und Tod nicht "beschönigt". Wie der Autor Humor und Traurigkeit balanciert, hat der Kritikerin gefallen.
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