Aus dem Niederländischen von Gregor Seferens. Seine Romane sind bevölkert von Eigenbrötlern, Schelmen und Figuren, die ihm zum Verwechseln ähneln Maarten 't Harts Leben steckt in seinen Büchern. Seine Autobiografie gewährt erzählerische Einblicke in seine frühen Jahre, die ihm bis heute außergewöhnliche Geschichten für seine Fabulierkunst liefern. Seine Nichteinmaligkeit ist ihm früh bewusst geworden. Nicht weniger als sechs Namensvettern fanden sich allein im engsten Familienkreis, und gleich um die Ecke seines Elternhauses lebte ein Milchkannenlieferant, der ebenfalls Maarten 't Hart hieß. Ausgestattet mit einem dementsprechend schwach ausgeprägten Selbstbewusstsein wuchs Maarten 't Hart, der Schriftsteller, in einer Familie aus Handwerkern, Bauern und Totengräbern auf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2014
Pünktlich zu Maarten t' Harts siebzigstem Geburtstag erscheint seine Autobiografie nun unter dem Titel "Das Paradies liegt hinter mir" endlich auch auf Deutsch, freut sich Rezensent Oliver Jungen. Das bereits 1984 veröffentlichte Werk, dass den erfolgreichen Aufstieg des niederländischen Autors nachzeichnet, versammelt einen "bunten Anekdotenreigen", informiert der Rezensent: Er erfährt hier, das t'Haart sich schon früh durch seine besonderen Begabungen auszeichnete, wenig Anschluss fand und bald begann, seine Einsamkeit zu stilisieren. Allerdings muss der Kritiker gestehen, dass dieses nahezu musikalisch komponierte Buch, das auch Einblicke in den Arbeitsprozess des Autors gewährt, ein wenig in die Jahre gekommen ist und leider ein aktuelles Nachwort des Autors vermissen lässt.
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