Tamara Bach

Vierzehn

(Ab 14 Jahre)
Cover: Vierzehn
Carlsen Verlag, Hamburg 2016
ISBN 9783551583598
Gebunden, 112 Seiten, 13,99 EUR

Klappentext

Der erste Schultag. Zwei Wochen vor den Sommerferien ist Beh krank geworden und konnte nicht mit den anderen in den Urlaub fahren. Als das neue Schuljahr anfängt, hat sie alle acht Wochen lang nicht gesehen. Viel ist passiert, ihre Freundinnen haben neue Leute kennengelernt und Geschichten zu erzählen. Beh dagegen war nur zu Hause. Aber eigentlich war da mehr, von dem ihre Freundinnen nichts wissen. Zu Hause liegt eine Postkarte für sie im Briefkasten, in der Stadt gibt es ein Zimmer mit blauen Wänden, da ist ein Hund, ein Mädchen mit Schwimmflügeln und lauter Orte, die Beh bis zum Abend noch fotografieren wird, weil ihnen etwas fehlt. Und als Beh am Ende des Tages ihre Zimmertür schließt, hat sie auch jemand bei ihrem vollen Namen genannt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.11.2016

Michael Schmitt hat ein ungewöhnliches Jugendbuch gelesen mit Tamara Bachs sechstem Roman. Gerade weil das Buch nur von einem einzigen Tag handelt, dem ersten Schultag nach den Sommerferien, ist es für Schmitt von großer Intensität. Die noch unausgesprochenen Sorgen und Hoffnungen der halbwüchsigen Protagonistin, die sich plötzlich mit der Scheidung ihrer Eltern konfrontiert sieht, verdichtet die Autorin in kurzen Sätzen, mit Auslassungen und durch die vertrauliche Erzählperspektive, erklärt Schmitt. Dass Bach ihrer Figur trotz aller drohenden Tristesse Raum für ein Lächeln lässt, findet der Rezensent besonders reiz- und kunstvoll.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2016

Rezensent Friedtjof Küchemann stößt auf einen Glücksfall mit Tamara Bachs Jugendbuch. Das auszudrücken, was schwer in Worte zu fassen ist, gelingt der Autorin hier laut Rezensent auf hundert Seiten immer wieder. Es geht um den ersten Schultag eines 14 Jahre alten Mädchens nach den großen Ferien und doch um viel mehr, meint Küchemann, der nur staunen kann, wie einfach und zugleich weitreichend diese Geschichte ist und wie die Autorin es versteht, Gefühle und Erwartungen beim Leser hervorzurufen, dass es fast eine Sehnsucht ist. Diese Erwartungen und Leerstellen, mit denen Bach arbeitet, scheinen ihm die Nöte der Pubertät gut abzubilden und was es heißt, wenn der Vater eine Neue hat oder einem jemand eine Postkarte schreibt, an die man sich im Schlaf schmiegt wie an einen Schatz.
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