Der Umzug muss sein, sagt Pauls Mutter. Aber Paul will nicht. Nicht packen. Nicht raus aus Opas alter Villa. Und vor allem nicht in die Box schauen, diese Schatulle voller Erinnerungen. Denn was er dort versteckt hat - die Superhelden-Story, die blöden Kondome, das Messer und mehr -, bringt nur das letzte Jahr zurück. Das harte Jahr, in dem so viel passiert ist. Ken, Mehmet, Mara. Die durchgeknallten Aktionen, das Mobbing und … das völlig Unfassbare. Aber Wegsehen hilft nicht. Paul muss sich der Erinnerung stellen, Stück für Stück.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2020
Rezensent Tilman Spreckelsen hat schon viele Bücher übers Mobbing gelesen, doch Michael Siebens Jugendroman ragt seiner Ansicht nach vor allem aufgrund seiner sensiblen Figurenzeichnung aus den Fluten heraus: Sieben erzählt vom sechzehnjährigen Paul, der aus Berlin in die Kleinstadt zieht und dort vom fiesen Klassenanführer gemobbt wird. Die Qualität des Romans macht für den Rezensenten jedoch aus, dass Sieben nicht Pauls Qualen einfühlsam beschreibt, sondern auch den Weg aus der Misere, seine Freundschaft zu den anderen Außenseiter der Schule, von denen ihm besonders der dicke Computerspiel-Meister Mehmet ans Herz gewachsen ist.
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