Der Ferienbesuch einer 13-jährigen West-Berlinerin wirbelt den Alltag von Jugendlichen in der DDR durcheinander - mit dramatischen Folgen …Die 13-jährige Luisa aus West-Berlin verbringt im Sommer 1983 drei Wochen ihrer Ferien bei Verwandten in der DDR. Schnell freundet sie sich mit dem Nachbarsjungen Uwe an, der ein glühender Fan westlicher Musik ist und diese heimlich hört, dessen parteitreue Zwillingsschwester Marietta es aber gar nicht gern sieht, dass die beiden sich immer besser verstehen. Für Luisa sind die Ferien im Osten zunächst ein großes Abenteuer: die Fahrten im Trabi, kein Telefon im Haus, mit anderen Leuten zum Einkaufsladen stürmen und dort dann ewig Schlange stehen, weil es angeblich etwas Seltenes zu kaufen gibt - dies und einiges mehr unterscheidet sich von ihrem Leben im Westen. Luisa muss aber feststellen, dass das Leben in der DDR ganz anders ist, als sie es bei früheren Besuchen wahrgenommen hat, dass sie als Klassenfeindin kritisch beobachtet wird und dass es hier durchaus gefährlich sein kann, seine Gedanken mit Freunden oder sogar der Familie zu teilen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.12.2021
Hier hat sich jemand eine Geschichte von der Seele geschrieben, glaubt Rezensent Ralf Husemann. Gut so, meint er, denn Suza Kolbs DDR-Geschichte könnte gut helfen, dem schwindenden Wissen um den zweiten deutschen Staat etwas entgegenzusetzen. Kolb erzählt von der dreizehnjährigen West-Berlinerin Luisa, die ihre Verwandtschaft in der DDR besucht und dabei alle Facetten der DDR erlebt: Staatstreue und Systemkonformismus, Opposition und wachsendes Entsetzen. Dass es dabei auch noch eine zarte Liebesgeschichte gibt, stimmt den Rezensenten ebenfalls zufrieden.
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