Susanne Schädlich

Nirgendwoher, irgendwohin

Plöttner Verlag, Leipzig 2007
ISBN 9783938442302
Kartoniert, 138 Seiten, 14,90 EUR

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 10.01.2008

Recht beeindruckt legt Rezensent Hans Christoph Buch seinen Lesern die subtile Erzählkunst von Hans Joachim Schädlichs Tochter Susanne ans Herz, deren literarisches Debüt er als "von Stummheit chiffrierten Monolog einer jungen Frau" beschreibt. Die Geschichte sei in Kalifornien angesiedelt, an Schauplätzen, an denen ein Menschenalter zuvor deutsche Exilanten aus Nazideutschland lebten. Die Orte scheinen die Melancholie und Trauer jener Jahre gespeichert zu haben, jedenfalls findet der Rezensent keine Erklärung für den grundierenden Weltschmerz dieser Geschichte. Er ahnt, dass hier auch eine private Enttäuschung zu Grunde liegen könnte, über die er gern mehr erfahren hätte. Trotzdem zeigt er sich vom eigenartigen Sog dieser Prosa gefesselt, die ihn an Edward Hoppers Malerei erinnert.
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