Susanne Kuhn, Nicolas Mahler, Manfred Mittermayer

Drei Wochen mit Thomas Bernhard in Torremolinos

Eine Reise und ihre Vorgeschichte
Cover: Drei Wochen mit Thomas Bernhard in Torremolinos
Korrektur Verlag, Mattighofen 2025
ISBN 9783950573701
Gebunden, 144 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Mit Comiczeichnung und zahlreichen Fotografien. Dieses Buch ist aber mehr als nur ein Reisebericht. Es ist zunächst eine bewegende Erinnerung an die letzte gemeinsame Zeit mit dem berühmten Halbbruder. Nach der turbulenten Uraufführung von "Heldenplatz" am Wiener Burgtheater reisten die beiden im November 1988, wenige Monate vor Bernhards Tod, an die Costa del Sol. Susanne Kuhns sensible Darstellung dieser drei Wochen wird durch die Visualisierung von Nicolas Mahler zu einem eindringlichen Bericht aus der letzten Lebensphase des Autors. Mahler, bekannt für seine Graphic Novels nach Werken der Weltliteratur (u.a. von Thomas Bernhard, Robert Musil und Franz Kafka), versteht es, in seinen minimalistischen Zeichnungen die Essenz der geschilderten Momente einzufangen.Ein ausführliches Gespräch mit dem Bernhard-Experten Manfred Mittermayer erweitert zudem den Blick auf die Familiengeschichte: Erstmals spricht ein weibliches Mitglied dieser besonderen Familie offen über die patriarchalen Strukturen und die Situation der Frauen im Umfeld von Johannes Freumbichler und Thomas Bernhard. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.08.2025

Rezensent Andreas Platthaus empfiehlt allen Bernhard-Jüngern das Buch von Bernhards Halbschwester Susanne Kuhn über ihren Aufenthalt mit dem todkranken Bernhard in der Bettenburg Torremolinos. Für Platthaus ein "facettenreiches" Erinnerungsbuch, das den vorwiegend männlichen Erinnerungen an Bernhard, namentlich das des Bruders Peter Fabjan eine weibliche Sicht entgegensetzt, wie er findet. Geistreich erscheint Bernhard hier und durchaus harmonisch gestimmt, erkennt der Rezensent. Ergänzt wird der Text durch ein Gespräch Kuhns mit dem Bernhard-Biografen Manfred Mittermayer und Nicolas Mahlers Illustrationen, erläutert Platthaus.